Überversichert? Unterversichert? Was Immobilienbesitzer wirklich brauchen

  • Mein Haus
  • Sicherheit

- Heftige Unwetter häufen sich auch in diesem Jahr. Häusern und Wohnungen können solche Wetterextreme starke Schäden zufügen – oder sie sogar vollständig zerstören.

colourbox.de

Zusätzlich zu Umweltrisiken fürchten viele Immobilienbesitzer zudem Gefahren wie Diebstahl, Schäden an Haushaltsgeräten oder Umstände, wegen derer sie ihren Kredit nicht länger bedienen können. Da Wohneigentum einen Großteil des privaten Vermögens ausmacht, ist die richtige Absicherung unumgänglich. Dr. Klein erklärt, was dabei zu beachten ist.

Am Anfang steht die finanzielle Absicherung

Vor allem Immobilienbesitzer, die ihr Eigentum gerade erst erworben haben, zahlen den Kredit meist über einen langen Zeitraum ab. Fällt der Hauptverdiener durch Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder Krankheit plötzlich aus und die Familie kann den Kredit nicht mehr tilgen, droht der finanzielle Ruin. Um diesem Szenario vorzubeugen, ist ein entsprechender Schutz elementar. Hierzu zählt allen voran der Todesfallschutz, aber auch eine Absicherung gegen Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Krankheit oder Unfall. Was im Einzelfall notwendig und sinnvoll ist, kann ein Versicherungsexperte prüfen.

Ohne sie geht es nicht: die private Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen für Immobilienbesitzer. Denn: Sie haften für alle Schäden, die ihr Eigentum verursacht. Passiert auf dem eigenen Grundstück ein Unfall oder wird ein Sachgegenstand beschädigt, dann sind Besitzer gesetzlich dazu verpflichtet, für den entstandenen Schaden in nahezu unbegrenzter Höhe aufzukommen. Der Klassiker: Ein Passant rutscht auf einem schneebedeckten Bürgersteig aus und verletzt sich. „Bei selbst genutzten Immobilien ist die private Haftpflichtversicherung ausreichend. Sie kommt für etwaige Schäden auf. Nur Eigentümer von vermieteten Immobilien benötigen zusätzlich eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung“, erklärt Arno Kahl, Leiter des Zentralen Versicherungsservices bei Dr. Klein.

Was tun, wenn’s brennt?

Unverzichtbar ist auch die Wohngebäudeversicherung. Für alle, die ihre Immobilie mit einem Darlehen finanziert haben, ist der Nachweis einer entsprechenden Versicherung ohnehin Pflicht. Der Grund: Ohne sie vergibt die Bank keinen Kredit. Die Police umfasst sowohl das Grundstück selbst als auch das Gebäude inklusive aller Leitungen und Anlagen. Für Nebengebäude wie Garage oder Gartenlaube erheben einige Versicherungsgesellschaften allerdings zusätzliche Beiträge. „Eine gute Wohngebäudeversicherung deckt so viele Schäden wie möglich ab. Ein Muss sind Feuer und Blitzschlag, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Darüber hinaus ist es sinnvoll, Beschädigungen am Gebäude durch Einbruch oder Vandalismus in den Versicherungsschutz einzuschließen“, fasst Arno Kahl zusammen.

Immer wichtiger: Versicherungsschutz bei Extremwetter-Ereignissen

Zieht eine Schlammlawine durch das Haus oder zerstört ein Erdrutsch ganze Teile des Gebäudes, kommt auch die beste Wohngebäudeversicherung nicht für die Kosten auf. Solche Naturkatastrophen deckt nur eine sogenannte Elementarschäden-Versicherung ab. Vor allem Überschwemmungen, Starkregen und Hochwasser treten in letzter Zeit immer häufiger auf und Eigentümer haben ein zunehmendes Interesse, sich dagegen abzusichern. Gerade für Menschen, die in bekannten Überschwemmungsgebieten leben und den Schutz am dringendsten brauchen, wird es jedoch immer schwieriger, eine entsprechende Police zu finden. Wer schon einmal Wasser in seinem Keller hatte, wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht als Versicherungskunde angenommen – und wenn doch, dann meist nur zu hohen Beiträgen. Arno Kahl rät daher: „Auch wer noch nicht im Risikogebiet wohnt, sollte rechtzeitig eine Elementarversicherung abschließen. Die Hochwasserkatastrophen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass immer wieder Orte betroffen sind, die zuvor eigentlich gar nicht als hochwassergefährdet galten.“

Hausrat: Wer viel hat, kann viel verlieren

Oft steckt – auch wenn man dies auf den ersten Blick gar nicht vermuten würde – ein Großteil des Vermögens im Haushalt. Und der nimmt manchmal schneller Schaden als seinem Besitzer lieb ist: Der Adventskranz setzt das ganze Wohnzimmer in Brand, nach einem Rohrbruch steht die Küche unter Wasser oder ein Blitzschlag beschädigt teure elektrische Geräte. Bei der Frage, welcher Schutz für die individuelle Situation richtig ist, macht es einem der Tarifdschungel allerdings nicht leicht. Viele Klauseln, Ausnahmen und Kriterien erschweren es einzuschätzen, ob der bereits bestehende Versicherungsschutz ausreicht oder vielleicht sogar zu hoch ist. Im Zweifelsfall sollten Immobilienbesitzer eine Beratung beim Versicherungsspezialisten in Anspruch nehmen. Er weiß genau, worauf beim Abschluss einer Versicherung zu achten ist und wie bestehende Verträge optimiert werden können.

Im Zweifel den Experten fragen

Gerade weil die Wohnung und der Haushalt einen so großen Teil des Vermögens ausmachen, wollen viele Immobilienbesitzer so gut wie möglich versichert sein. Wer viele Versicherungen mit hohen Beiträgen hat, schießt dabei allerdings nicht selten über das Ziel hinaus. Wichtig ist es, die eigene Situation und den Bedarf korrekt einzuschätzen und in die richtigen Policen zu investieren. Im Labyrinth der Verträge, Klauseln, Zusatzleistungen und Ausschlusskriterien den Überblick zu behalten, ist für Verbraucher nicht einfach. Rat gibt es bei Experten wie den Spezialisten für Versicherung von Dr. Klein. Sie können gemeinsam mit ihren Kunden den aktuellen Bedarf und auch die zukünftigen Wünsche und Vorstellungen betrachten und so den optimalen Versicherungsschutz für die individuelle Situation finden.